Amrit Mehta: Meine Übersetzung von Jelineks Paula auf Hindi

1998 habe ich eine Anthologie zeitgenössischer österreichischer Literatur mit 20 Texten herausgebracht, die u.a. Texte von Ingeborg Bachmann, Marlen Haushofer, Gernot Wolfgruber, Ilse Tielsch, Robert Menasse, Milo Dor und Radek Knapp enthielt. Ich hatte auch Jelineks Paula für diese Anthologie ausgewählt. Frau Jelinek hatte die Lizenzrechte dieser Erzählung. Die österreichische Botschaft in Indien hat damals für die Lizenzrechte aller Texte gesorgt, aber Frau Jelinek war in dieser Hinsicht nicht zu erreichen. Alle Briefe und Faxe an sie blieben unbeantwortet. Ich hatte keine andere Wahl und mußte Paula fallen lassen. Weiterlesen

Renée von Paschen: Translation and Gender: „Die Klavierspielerin“. Elfriede Jelinek’s Creation / Michael Haneke’s Interpretation

Masterarbeit

This thesis is a comparative study of Elfriede Jelinek’s novel Die Klavierspielerin, its English translation The Piano Teacher by Joachim Neugroschel, and the screen adaptation La Pianiste by Michael Haneke with a special focus on gender and perspective. Jelinek’s literary career, political and feminist engagement, and biography are reviewed. Brief considerations of feminist writing and gender are presented according to Butler, Spivak, Cixous, Irigaray, Bourdieu and Lacan. Weiterlesen

Christian Schenkermayr: Ende des Mythos? – Beginn der Burleske?

„Ist der Mythos zu Ende gebracht, wenn er und indem er zur Burleske gemacht, besser: als solche möglich geworden ist?“. Ausgehend von dieser in Hans Blumenbergs Arbeit am Mythos aufgeworfenen Frage wird die Burleske als theatrale Form im dramatischen Werk von Elfriede Jelinek am Beispiel ausgewählter Motive (Ess-, Ausscheidungs- und Geschlechtsakt) einer eingehenden Analyse unterzogen. Weiterlesen

Clemens Kahrer: Schein-Heiliges Theater. „Krankheit oder Moderne Frauen“ zwischen Profanem und Heiligem

Universitäre Arbeit

Blut ist ein besonderer Saft! Das gilt für die weltliche wie für die religiöse Literatur. Das Profane und das Sakrale müssen aber kein Gegensatz bleiben – für Elfriede Jelinek, die bewusst Grenzen auslotet und außer Kraft setzt. Dennoch müssen beide Pole einmal kontrastiv eruiert werden. „Profan“ und „heilig“ über Definitionen[1] begreiflich zu machen, gestaltet sich nicht einfach. Ein Merkmal des Heiligen besteht ja bereits darin, dass es nicht rational, sondern nur über gefühlsmäßige Erfahrung beschreibbar ist. Weiterlesen

Béatrice Costa: Elfriede Jelinek und das französische Boulevard-Theater des 19. Jahrhunderts (Feydeau – Labiche)

Dissertation

Abstract

Meine Dissertation soll einen Beitrag liefern zu den intertextuellen Bezügen, die Elfriede Jelineks Werk während einer bestimmten Phase ihres Schaffens formen. So befremdlich es anmuten mag, dass zwei Autoren des französischen Boulevard-Theaters einen Einfluss auf die Nobelpreisträgerin ausgeübt haben sollen (Jelinek hat dieses Theater sogar ins Deutsche übersetzt), so ergeben sich – allem postmodernem Anschein zum Trotz – eine ganze Reihe von Parallelen, die es im Rahmen meiner Dissertationsarbeit zu erforschen gilt. Weiterlesen

Monika Hofmann: „Der Mann schaut auf das Nichts, er schaut auf den reinen Mangel“

Seminararbeit

Elfriede Jelinek stellt in ihren Werken, ähnlich wie Richard von Krafft- Ebing in seiner Psychopathia sexualis, anhand der männlichen Sexualität einen Katalog weiblicher Perversionen auf. Sie tut dies aber nicht aus einer Perspektive direkter Weltbeschreibung, sondern in einer Beobachtung zweiter Ordnung: Was von der Psychiatrie, vom männlichen Blick der Wissenschaft auf die Frau, als Inkarnation von fehlgeleiteter Sexualität gesehen wurde. Weiterlesen

Heimo Halbrainer: Zwangsarbeit und Konzentrationslager in Eisenerz

Räumen Sie mal die Reste von 200 verstorbenen Menschen weg, und die sind nicht säuberlich verstorben, die haben ihr Blut um sich herum verteilt, ziemlich rücksichtslos, andrerseits hat es Beschäftigung gebracht, allerdings zu Zeiten, da noch niemand Beschäftigung brauchte, denn damals hat man noch eine ordentliche Beschäftigungspolitik gemacht […] (Neid 1,30) Weiterlesen

Thomas Ochs: …was Menschen schaffen; was Menschen kreieren; wie sie tanzen können auf allen Vieren…

Über Amstetten zu schreiben, heißt über die Hölle zu schreiben. Es geht mir nicht darum möglichst realitätsnah und faktenreich zu bleiben, sondern dem Geschehen in einer angemessen literarischen Form zu begegnen. Das Essay Im Verlassenen von Elfriede Jelinek steht meiner Herangehensweise Pate und verweist mit einer Undurchsichtigkeit und sprachlichen Künstlichkeit auf die Unbegreiflichkeit dessen, was in diesem oder jenem Kellerverlies vonstatten gegangen ist oder noch vonstatten geht. Weiterlesen

Thomas Ochs: Die Klavierspielerin – Vom Buch zum Film

Literaturverfilmungen gibt es seit jeher, jedoch hat sich die Theorie und Ansicht darüber wie Literatur verfilmt werden kann im Laufe der Zeit differenziert. Es gilt beispielsweise zu unterscheiden zwischen einer werktreuen Verfilmung und einer Verfilmung der Literatur, die weitaus freier und sicherlich auf einer anderen Ebene stattfinden kann (diesbezüglich lassen sich die Möglichkeiten in zahlreiche Kategorien auffächern; Bsp.: Vier Adaptionsformen von Wolfgang Gast). Weiterlesen

Bärbel Lücke: Brigitte und Elfriede

Wie man sich zum Gespenst macht und die Erzählkunst verquantelt oder wie man von sich selbst und zugleich vom Erzählen als Beobachten erzählt

(Ein Essay zum Kapitel fünf des Internet-Romans „Neid“ von Elfriede Jelinek)

Auf der Homepage von Elfriede Jelinek finde ich nach einer Zeit der Pause, in der nichts mehr zu kommen, der Neid-Roman also tatsächlich Fragment zu bleiben schien, wie die Autorin auch schon einmal als Möglichkeit angekündigt hatte, die ersten drei Teile des fünften Kapitels ihres Internetromans Neid. Privatroman. Weiterlesen