Tanja Postpischil: Kommunizierende Gefüge (Buchvorstellung)

Kurzinfo
Tanja Postpischil behandelt in ihrer Arbeit Kernfragen der Jelinek-Forschung vor allem aus medientheoretischer Sicht und kommt dabei zu häufig überraschenden Antworten. Im Zentrum ihrer Analyse gattungsdiffuser Texte der Autorin steht die »Handarbeit« »Stecken, Stab und Stangl«. In Elfriede Jelineks polyvalentem Begriff der »Nachstellung(en)« findet Tanja Postpischil, indem sie ihn mit ihrem eigenen Terminus des »Diskursbildes« verbindet, den entscheidenden Schlüssel für die Freilegung kommunizierender Gefüge im Text. Hierdurch lassen sich viele in den Tiefenschichten von »Stecken, Stab und Stangl« verborgene Rätsel zugunsten einer komplexen Deutung lösen. Weiterlesen

Elisabeth Klocker: Von „Lust“ zu „La voglia“. Betrachtungen zur literarischen Übersetzung

Diplomarbeit

Die vorliegende Arbeit widmet sich der literarischen Übersetzung. Anhand des Romans Lust von Elfriede Jelinek und dessen italienischer Übersetzung von Rossana Sarchielli wird untersucht, in welcher Weise die Übersetzung literarischer Texte funktionieren kann. Die Komplexität Jelinekschen Schreibens stellt eine besondere Schwierigkeit für ÜbersetzerInnen dar; diverse Formen des Sprachspiels sowie eine spezifische Technik der Intertextualität sind die Hauptmerkmale des untersuchten Romans. Damit ist Lust von besonderem Interesse für eine fundierte Analyse der Möglichkeiten seiner Übersetzung. Weiterlesen

Stefanie Kaplan: „Machen Sie was Sie wollen“. Wolken.Heim als Rohstoff

(Schlusswort des Vortrags)

Am Beispiel Wolken.Heim. konnte gezeigt werden, dass das Potential von Jelineks Texten gerade im Verzicht auf die dramatische Form liegt. Die Herausforderung, die die Vielstimmigkeit und Mehrdeutigkeit des Rohstoffs Wolken.Heim. darstellen, richtet sich gleichermaßen an die „ÜbersetzerInnen“, die den Rohstoff auf die Bühne oder in andere Medien transformieren, wie auch an die Rezipienten dieser „Übersetzungen“. Weiterlesen

Isabel Brumann: Wirkliche Wirklichkeit in „Michael. Ein Jugendbuch für die Infantilgesell-schaft“

Seminararbeit

Die vorliegende Arbeit erörtert Michaels Aufbau und Absicht und konzentriert sich auf Jelineks Dekonstruktion der Wirklichkeit, denn sie, so wird ersichtlich, ist der Schlüssel. Nach einem einleitenden Teil, der die Diskussion um Wirklichkeit gegenüber dem philosophischen Diskurs abgrenzt und den Fokus auf die Literaturwissenschaft lenkt, zeigt ein zweiter Teil, wie Jelinek den klassischen Wirklichkeitsbegriff, sowie sonstige klassische Romankonventionen in Michael auflöst. Weiterlesen

Teresa Kostka: Ingeborg Bachmanns Roman „Malina“ als Drehbuch und Film – ein Vergleich

Universitäre Abschlussarbeit

Der einzige zu Lebzeiten von Ingeborg Bachmann veröffentlichte Roman Malina ist ein äuβerst kompliziertes Werk. Der Roman gilt als Einführung zu Bachmanns „Todesarten“-Projekt, das zum Werk ihres Lebens werden sollte. Wegen des plötzlichen Todes der Autorin wurde es jedoch nicht realisiert. Um die Komplexität des Werkes völlig zu verstehen, muss man den allgemeinen Charakter Bachmanns Literatur andeuten, was im ersten Kapitel der vorliegenden Arbeit der Fall ist. Die vorliegende Arbeit untersucht, wie das literarische Werk in einen Film verwandelt wurde. Weiterlesen

Marko Zink: Die Epideiktik/Festrede und die Preisreden Elfriede Jelineks

Diplomarbeit

Die Diplomarbeit Die Festrede/Epideiktik und die Preisreden Elfriede Jelineks befasst sich einerseits mit der Textgattung Rede und untersucht im Anschluss daran die Leistungen der Preisreden von Elfriede Jelinek. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit einem Überblick über die Rhetorik und stellt damit die wissenschaftliche Einbettung der Arbeit dar. Mit dem Themenschwerpunkt der Festrede/Epideiktik widmet sich das zweite Kapitel, einem rhetorischen Bereich, der bisher kaum Beachtung in der Wissenschaft gefunden hat und hier nun eine Definition erhält. Weiterlesen

Heidrun Siller: Intertextualität und sprachliche Überschreitung. Zu Elfriede Jelineks „Über Tiere“

Universitäre Arbeit

Seitdem die Entscheidung Elfriede Jelinek den Nobelpreis für Literatur zuzuerkennen im Oktober 2004 bekannt gegeben wurde, mehrte sich nicht nur das öffentliche Interesse, sondern es setzte zugleich eine intensivierte Auseinandersetzung mit ihren Texten ein. Sowohl Kritiker, Essayisten und Feuilletonisten beschäftigten sich mit dem OEuvre, um entweder zu lobpreisen oder ihr Unverständnis gegenüber dem Werk, der Autorin und auch dem Komitee in Stockholm lautstark mitzuteilen. Weiterlesen

Peter Clar: „Was bleibt ist fort“ – Die Autorinnenfigur in Elfriede Jelineks Dramen

In Ihrer Nobelpreisrede Im Abseits formulierte Elfriede Jelinek das „Weg-Sein“ als das Merkmal der AutorInnenposition. Auch in zahlreichen Interviews und Essays, die zum großen Teil auch schon vor 2004 entstanden, nennt Elfriede Jelinek die Absenz, das Verschwinden als Ihr großes Ziel – in der Regel mit dem gegenteiligen Effekt. Weiterlesen

Evi Pedratscher: Die Doppelmasse in Elias Canettis „Masse und Macht“ und Elfriede Jelineks „Ein Sportstück“

Diplomarbeit

„Inzwischen zieht längst das Verhalten von Massen meine viel größere Aufmerksamkeit auf sich“ (Sp, 8), sagt die Figur Elfi Elektra im Eröffnungsmonolog von „Ein Sportstück“ und weist damit die Erscheinungen und das gewaltförmige Handeln von Massen als zentrale Motive des 1998 am Wiener Burgtheater uraufgeführten Dramas aus. Weiterlesen