Die Entwicklung zeichnete sich bereits in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts ab: Unter dem Aspekt des „Sichtbarmachens“ entstanden 1999 erste Literatur-Plattformen wie ampool.de. – heute die Adresse eines Internet-Shops. Von „Intertextualität“ und „Dialogizität“ war die Rede. Mit diesen beiden von der Internet-Generation eingeforderten Begriffen spielte Elfriede Jelinek bereits 1970. In der „Gebrauchsanweisung“ für ihre Montage-Prosa wir sind lockvögel baby! appelliert sie an ihre Leserschaft: „Sie sollen die untertitel auswechseln. Weiterlesen
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Stefanie Kaplan: „Und das Wort ist Fleisch geworden“ – Katholizismus im Werk von Elfriede Jelinek
Seminararbeit
Wie viele österreichische AutorInnen ist auch Elfriede Jelinek vom Katholizismus geprägt worden. Diese Prägung findet ihren Ausdruck auch im Werk der Autorin. Jelinek verarbeitet in ihren Texten Zitate und Motive aus Bibeltexten, Gebeten und liturgischen Texten, sie nimmt Bezug auf Dogmen, Rituale und Kunstwerke des Katholizismus und thematisiert die Machtstrukturen der römisch-katholischen Hierarchie. Weiterlesen
Elisabeth Klar: Reflexionen über „Le poulet du dimanche“ von Sylvie Fontaine, „Lust“ von Elfriede Jelinek und das Lachen bei Julia Kristeva
Le poulet du dimanche von Silvie Fontaine und Lust von Elfriede Jelinek haben auf den ersten Blick gemeinsam, dass sie (stereo-)typisierte und generell destruktive Paar- und Familiendynamiken beschreiben, in denen die einzelnen Geschlechter in ihren jeweils relativ fixen Rollen gefangen bleiben. Weiterlesen
Adrian Flückiger: „Und Sie, und Sie fallen und Sie fallen auch…“ – Untersuchung der Mythendekonstruktion in Elfriede Jelineks „Das Werk“ (Universität Bern)
Masterarbeit
Einleitung
2002 erschien im Berlin Verlag die Trilogie In den Alpen. Die darin enthaltenen Stücke In den Alpen, Der Tod und das Mädchen III und Das Werk sind laut Jelinek Stücke über „Natur, Technik und Arbeit“ – sie alle handeln von „Katastrophen oder dem Gegenteil von Katastrophen, dem Bau, dem Aufbau“. In dem Stück Das Werk, das Gegenstand dieser Arbeit ist, erinnert Jelinek an die schreckliche Geschichte des Kraftwerkbaus in Kaprun, bei dem zahlreiche fremde Zwangsarbeiter ums Leben kamen. Sie holt die Toten wieder aus dem Boden (oder aus dem Beton) und unternimmt so den Versuch, das unschuldige, harmonische und letztlich ahistorische Bild, das der Mythos Kaprun vermittelt, zu zerstören. Weiterlesen
Tanja Postpischil: Kommunizierende Gefüge (Buchvorstellung)
Kurzinfo
Tanja Postpischil behandelt in ihrer Arbeit Kernfragen der Jelinek-Forschung vor allem aus medientheoretischer Sicht und kommt dabei zu häufig überraschenden Antworten. Im Zentrum ihrer Analyse gattungsdiffuser Texte der Autorin steht die »Handarbeit« »Stecken, Stab und Stangl«. In Elfriede Jelineks polyvalentem Begriff der »Nachstellung(en)« findet Tanja Postpischil, indem sie ihn mit ihrem eigenen Terminus des »Diskursbildes« verbindet, den entscheidenden Schlüssel für die Freilegung kommunizierender Gefüge im Text. Hierdurch lassen sich viele in den Tiefenschichten von »Stecken, Stab und Stangl« verborgene Rätsel zugunsten einer komplexen Deutung lösen. Weiterlesen
Elisabeth Klocker: Von „Lust“ zu „La voglia“. Betrachtungen zur literarischen Übersetzung
Diplomarbeit
Die vorliegende Arbeit widmet sich der literarischen Übersetzung. Anhand des Romans Lust von Elfriede Jelinek und dessen italienischer Übersetzung von Rossana Sarchielli wird untersucht, in welcher Weise die Übersetzung literarischer Texte funktionieren kann. Die Komplexität Jelinekschen Schreibens stellt eine besondere Schwierigkeit für ÜbersetzerInnen dar; diverse Formen des Sprachspiels sowie eine spezifische Technik der Intertextualität sind die Hauptmerkmale des untersuchten Romans. Damit ist Lust von besonderem Interesse für eine fundierte Analyse der Möglichkeiten seiner Übersetzung. Weiterlesen
Stefanie Kaplan: „Machen Sie was Sie wollen“. Wolken.Heim als Rohstoff
(Schlusswort des Vortrags)
Am Beispiel Wolken.Heim. konnte gezeigt werden, dass das Potential von Jelineks Texten gerade im Verzicht auf die dramatische Form liegt. Die Herausforderung, die die Vielstimmigkeit und Mehrdeutigkeit des Rohstoffs Wolken.Heim. darstellen, richtet sich gleichermaßen an die „ÜbersetzerInnen“, die den Rohstoff auf die Bühne oder in andere Medien transformieren, wie auch an die Rezipienten dieser „Übersetzungen“. Weiterlesen
Eva Brenner: Jelinek inszenieren – Die Dekonstruktion des Subjekts
Isabel Brumann: Wirkliche Wirklichkeit in „Michael. Ein Jugendbuch für die Infantilgesell-schaft“
Seminararbeit
Die vorliegende Arbeit erörtert Michaels Aufbau und Absicht und konzentriert sich auf Jelineks Dekonstruktion der Wirklichkeit, denn sie, so wird ersichtlich, ist der Schlüssel. Nach einem einleitenden Teil, der die Diskussion um Wirklichkeit gegenüber dem philosophischen Diskurs abgrenzt und den Fokus auf die Literaturwissenschaft lenkt, zeigt ein zweiter Teil, wie Jelinek den klassischen Wirklichkeitsbegriff, sowie sonstige klassische Romankonventionen in Michael auflöst. Weiterlesen
Teresa Kostka: Ingeborg Bachmanns Roman „Malina“ als Drehbuch und Film – ein Vergleich
Universitäre Abschlussarbeit
Der einzige zu Lebzeiten von Ingeborg Bachmann veröffentlichte Roman Malina ist ein äuβerst kompliziertes Werk. Der Roman gilt als Einführung zu Bachmanns „Todesarten“-Projekt, das zum Werk ihres Lebens werden sollte. Wegen des plötzlichen Todes der Autorin wurde es jedoch nicht realisiert. Um die Komplexität des Werkes völlig zu verstehen, muss man den allgemeinen Charakter Bachmanns Literatur andeuten, was im ersten Kapitel der vorliegenden Arbeit der Fall ist. Die vorliegende Arbeit untersucht, wie das literarische Werk in einen Film verwandelt wurde. Weiterlesen
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